Schuldenselbsthilfe - keine Beratung

Schulden und Chaos

o7 - Der Hund im Regal

Unsere Schuldenprobleme sind ein guter Anlass, um Ordnung in unser Chaos zu bringen. Aber gehen wir unsere Buchhaltung zum Schluss an und beginnen mit positiven Ereignissen.

Geht es Ihnen auch so, dass Sie einige Details in Ihrer Wohnung äußerst nervig finden, und das schon seit Monaten, wenn nicht gar Jahren? Beginnen wir einfach mal damit, denn es kann ja nicht schaden, den Tisch so umzustellen, dass wir uns nicht andauernd daran stoßen. Kleines Problem - große Wirkung.

Bei Zahlungsunfähigkeit müssen wir unser Leben komplett neu strukturieren und organisieren. Es könnte uns helfen, wenn wir diejenigen sind, die die Veränderungen einleiten. Bauen wir unser Leben nun einfach mal komplett um und vielleicht wird dann die letzte Hürde, der Liquiditätsengpass (entschuldigen Sie bitte den Ausdruck) gar kein Problem mehr sein?

Wir scheuen die Veränderung wie den Teufel. Dies sehen wir am Besten am Erfolg der konservativen Politiker. Ginge es um die Inhalte, wären die ganzen C's längst Rand- und Splitterparteien, aber mit der Angst vor dem Neuen lassen sich nach wie vor gute Bauernfänge machen.

Dabei sehen wir uns so sehr nach Veränderung. Auswandersendungen liegen auf einem Allzeit-Hoch und uns ist niemand bekannt, der nicht mindestens einen Lebensentwurf parat hat, der ihm besser gefällt, als der jetzige Zustand. Na, auf geht's. Worauf warten Sie? Wann, wenn nicht jetzt?

Haben Sie Lust ein Experiment zu wagen? Zunächst bringen wir richtige Ordnung in unser Leben, bevor wir uns - nun aber endgültig richtig - wieder ins Chaos stürzen und dies ist keineswegs ein Widerspruch.

Klar sind wir verschuldet, und dies ist auch ganz schlimm, aber warum sollten wir nicht gerade jetzt unsere Wohnung renovieren? Ein neuer Anstrich kann nicht schaden und dabei können wir gleich die Möbel umstellen. Wir probieren einfach mal neue Kleider aus und - wer weiß - vielleicht freut es ja auch die Wände?

Bei der Gelegenheit können wir - was unserer Meinung nach das Wichtigste ist - entrümpeln. Zunächst die Wohnung, dann die Perpherie, wie Keller, Speicher, Garten, Garage, Auto, etc. und zuletzt entrümpeln wir unser Leben. Aber alles der Reihe nach.

In der Wohnung sammeln sich im Laufe der Jahre derart viel unnötige und nervende Dinge an, dass unsere Gedanken häufig an diesen Dingen hängen bleiben, weil sie uns nerven. Wenn wir rigoros entsorgen kann sich dies sehr angenehm auf unser Wohlbefinden auswirken. Endlich bin ich diese alberne Figur los, Gott sei Dank muss ich diesen Beistelltisch nicht mehr ansehen...

Beim Entsorgen sollten wir tunlichst darauf achten, den Geld-Wert der Dinge zu ignorieren, denn wir gehen nach dem Wohlfühlprinzip vor: was mir gut tut bleibt, der Rest kommt raus. Bei funktionalen Dingen, wie Küchengeräten, müssen wir unsere Auswahl natürlich anders treffen. Eine mögliche Variante ist: was ich regelmäßig benutze kommt in den Vordergrund, Geräte die selten gebraucht werden, aber dennoch wichtig sind, kommen in den Hintergrund und alles andere kommt raus. Auch Geräte, die wir vielleicht in zwei Jahren einmal benutzen. Die können wir uns dann auch beim Nachbarn leihen. Eine sehr kreative Methode ist auch den Nachbarn mit einzubeziehen. Vielleicht möchte dieser auch Dinge los werden. Dann können Sie Ihre Listen einfach abgleichen?

Mit dem Gerümpel lässt sich auf Flohmärkten sogar noch Einnahmen erziehlen, oder aber wir tun etwas Gutes damit und verschenken es an Bedürftige. Wir haben durch unsere Schulden ohnehin ein schlechtes Gewissen, hier können wir unser "Punktekonto" vielleicht ein wenig aufbessern ;-)

Ist die Wohnung komplett entrümpelt, raten wir zu einem weiteren Durchgang und auch dann werden noch 2-3 Umzugskisten zusammen kommen!

Unsere ganzen Papiere haben wir in eine Ecke der Wohnung gekarrt, die wir dafür extra freigeräumt haben. Dort sollen sie ruhen, bis es uns an einem Abend packt. Warten Sie den richtigen Zeitpunkt ab und gehen Sie wirklich nach Gefühl vor, denn dann werden Sie die wichtigen Papiere vom Müll gut unterscheiden können.

Auch hier raten wir zu einem zweiten Durchlauf!

Und erst im Dritten, ordnen wir die Papiere Ordnern zu. Hierfür lassen wir uns ganz viel Zeit.

Da wir Kistenweise entsorgt haben, kann eventuell sogar ein Schrank oder ein Regal weichen? Freie Fläche ist in der Wohnung wesentlich wertvoller als eine überdimensionale Vase, in der sich sowieso nur trockene Staubfänger befinden.

Wenn wir uns in diesem Aufräumprozess befinden fällt uns in allen Ecken noch was auf und mit jeder Erledigung fällt eine Last von uns ab!

Für die persönlichen Dinge haben wir uns etwas besonderes ausgedacht: hier soll das blanke Chaos herrschen. Gleich, ob eine große Schublade, oder ein Fach im Schrank: alles einfach rein, das persönliche Adressbuch wird ohnehin obenauf oder im Vordergrund liegen. Bei der Gelegenheit können wir das Adressbuch ganz neu anlegen?

Bei dieser Entrümpelungsaktion geht es uns weniger um Ordnung, sondern um Freiräume schaffen. Wir möchten ausschließlich Dinge um uns haben, die wir lieben oder benötigen. Manchen von uns tut gut sich sogar von sämtlichen Erinnerungen zu trennen. Es handelt sich um die Vergangenheit, die gleich wie gut oder schlecht sie war, einfach vorbei ist. Die Vergangenheit kann uns blockieren, wenn wir uns der Zukunft widmen möchten. Angeblich konnte Amerika sich so schnell zu einer Wirtschaftsmacht entwickeln, weil es auf keine eigene Kulturgeschichte zurückblicken konnte.

Wir haben nun in Sachen Problembewältigung große Schritte gemacht. Viele kleine nervende Probleme existieren nicht mehr. Dadurch haben wir zwar noch keinen Cent Schulden abgebaut, aber wir verwöhnen uns täglich mit Erfolgsmeldungen.

Der Generalputz wird uns beflügeln und es wird nicht bei den o.g. Tätigkeiten bleiben. Sie werden für sich noch weitere "Baustellen" finden, die Sie im nächsten Schritt angehen.

Wenn wir so richtig in Fahrt sind, kann der Gedanke aufkommen: was ist danach? Keine Sorge. Auch hierfür ist gesorgt, denn nach den äußeren Umständen widmen wir uns ein wenig nach innen. Aber keine Angst, es soll weiterhin Spaß machen und der Seele gut tun...

Wir haben uns eine Umgebung geschaffen, in der wir sein können, in der wir im Mittelpunkt sind und nicht die Dinge. Wir haben viel Platz und Möglichkeiten zur Entspannung. Nun ist auch der Fußboden nicht mehr zugestellt und wir können darauf Platz nehmen. Warum nicht mal ein Picknick in der eigenen Wohnung veranstalten?

Nun geht es ans Eingemachte: wir betrachten uns...

Tun mir die Menschen, mit denen ich es dauernd zu tun habe gut, oder nicht? Kann ich sein wie ich bin, oder muss ich mich permanent verstellen? In diesem persönlichen Bereich möchtern wir nicht unnötig rumstochern, aber hier sind wahrscheinlich die größten Erfolge zu erzielen.

Gespräche tun der Partnerschaft gelegentlich gut, abseits von allen Problemen, die von Außen an uns getragen werden. Wie sieht es mit unserem persönlichen Glück aus? Es kommt nicht selten vor, dass zwei Menschen das Gleiche wünschen, aber keiner von Beiden traut sich die Wünsche zu äußern?

Schuldenprobleme in der Partnerschaft sind hervorragende Chancen, sich wieder näher zu kommen. Ist nicht die Liebe und Zuneigung weiterhin das Wichtigste auf der Welt? Muss nicht alles andere hinten anstehen?

Wir werden zu keiner Lösung kommen, wenn Vorwürfe im Mittelpunkt stehen. Gleich ob ich mir selbst oder dem anderen Vorwürfe mache, es wird in die Sackgasse führen.

Die moderne Psychologie hat entdeckt, dass wir unsere Defizite häufig im anderen erkennen. Wenn uns etwas am anderen nicht passt, sind das eigentlich unsere eigenen Defizite, die wir aber nicht wahrhaben wollen. Beobachten Sie das mal...

Die ehrliche Aussprache mit dem Partner kann zum einen ein neues Lebensgefühl führen, zum anderen mit vielen Irrtümern aufräumen. Nicht zuletzt rücken Sie näher zusammen, was in schwierigen Situationen eminent wichtig ist. Vorraussetzung hierfür ist natürlich, das Beide es wollen.

Nun sind die Fortschritte nicht mehr aufzuhalten. Bisher haben wir Trippelschritte gemacht, ab nun folgen Qantensprünge. Schaffen wir es Harmonie herzustellen, haben jegliche negativen Einflüsse von Außen keine Chance mehr. Allerdings sind wir noch nicht fertig...

Wie sieht es mit der Arbeit aus? Haben wir Freude daran? Ist es das, was wir uns irgendwann wünschten? Sind wir zufrieden mit unserem Lebensentwurf oder reagieren wir lediglich noch, in der Form, dass wir versuchen unseren Pflichten nachzukommen?

In unserer Gesellschaft hat sich irgendwann der Gedanke etabliert, Arbeit müsse schwer sein. Nur wer viel arbeitet, wird auch zu essen haben, bzw. kann seine Familie ernähren. Das Schlimmste Entwurf scheint uns: Hauptsache Arbeit, egal was.

Die Frage, die uns beschäftigt, ist, was benötige ich eigentlich zum Leben. Das Industriezeitalter sollte uns das Leben erleichtern, dies war zumindest mal die These? Mittlerweile brauchen viele Menschen neben ihrer Vollzeittätigkeit noch einen Nebenjob, um überleben zu können. Da ist doch - mit dem eigenen - System etwas falsch, oder?

Um einen einzigen Salat zu ernten, ist unwahrscheinlich viel Arbeit notwendig, wer einen Garten hat, wird dem zustimmen. Der Industrie verdanken wir, dass Lebensmittel so billig sind, wie nie zuvor, gemessen am Einsatz, den wir dafür leisten müssen. Uns sollte es demnach immer besser gehen?! Der Preis des Fleisches ist im Grunde unverschämt gering, wenn wir bedenken welch Aufwand es ist, Vieh zu halten. (Wir kennen die Nachteile dieser Industrialisierung der Lebensmittel und es würde den Rahmen dieses Artikeln sprengen darauf einzugehen.)

Das Ergebnis dieser industriellen Revolution ist jedoch erschreckend, wenn wir feststellen, dass trotzdem immer weniger Menschen mit ihrem Einkommen zurecht kommen?

Wir lehnen uns eben nicht zurück und genießen die neugewonnene Freiheit, um UNS ETWAS GUTES ZU TUN, stattdessen verfallen wir in einen Konsumrausch und müllen uns mit Dingen zu, die wir nicht brauchen. Hinzu kommen die Dinge, die angeblich unserem Image dienen?! Wir können manchmal unseren Augen und Ohren nicht trauen, aber da sehen wir, wie ein Mensch, der ein schönes schnuckeliges altes Haus besitzt, welches KOMPLETT ABBEZAHLT ist, ganau dieses abreißen lässt und dafür einen Neubau errichtet und sich dafür erneut tief verschuldet?! Ach so... es geht ums Energiesparen...?

Es kommt die Vermutung auf, wir wehren uns einfach gegen die Unabhängigkeit, egal um welchen Preis. Wir werden nervös, wenn wir keine Banken mehr befriedigen müssen, und möglicherweise auf unsere Arbeit gar nicht mehr angewiesen sind?

Dies alles können wir ändern, wenn wir ohnehin zahlungsunfähig sind. Die Situation stellt für uns eine große Chance dar, unser Leben in die Unabhängigkeit zu führen. Das Leben hat für uns manchmal drastische Methoden parat, um einzulenken.

Nehmen wir es dankbar an.

 

Partner von  Schuldenselbsthilfe.com

01 - Schuldnerberatung: Termin

Wir sind verschuldet und was liegt da näher, als zunächst einen Termin bei der Schuldnerberatung zu machen

Werbung

02 - Schulden sind kein Untergang

Wenn wir in Not geraten, kann die richtige Einstellung Balsam und Heilung zugleich sein. Glücklich trotz Schulden...

03 - Schulden als Chance

Umdenken: es ist nicht schlecht, was uns widerfährt, sondern wird in gewisser Weise auch gut und richtig sein. Vielleicht ist unsere Situation, die größte Chance unseres Lebens...

Neues Konto - Eidesstattliche Versicherung

Wann ich ein neues Konto eröffnen mit negativer Schufa, bzw. Eidesstattlichen Versicherung

Kinder Schulden abtragen

Wie sieht es eigentlich aus, wenn wir verschuldet sind und unseren Verpflichtungen nicht nachkommen, müssen unsere Kinder die Schulden dann bezahlen?

Werbung

Insolvenz beantragen

Kann eigentlich jeder ein Verbraucher-insolvenzverfahren eröffnen und wie hoch müssen dafür die Schulden sein?...

Gerichtsvollzieher droht mit Haft

Hilfe nun wird es ganz Ernst. Ich habe den Termin mit dem Gerichtsvollzieher versäumt und nun wird mit Haft gedroht. Gerichtsvollzieher droht Haft an

Werbung

Schulden Unterhalt Kinder

Hilfe, ich bin geschieden, habe zwei Kinder, und nun fehlt mir das Geld um den Unterhalt zu begleichen... Unterhalt, Kinder und Schulden

Konto Pfändung

Mein Konto wurde gestern gepfändet und jetzt kann ich nichmal meine Miete bezahlen. Kann ich mich nun auf Obdachlosigkeit einstellen? Ruhe bewahren, denn wenn erst gestern der Pfändungsbeschluss

Aussichtslosigkeit

Bin in einer aussichtslosen Situation und habe gehört das Verbraucher-Insolvenzverfahren sei eine gute Lösung: Antwort: aussichtslose Schuldensituation

Schulden und Existenzgründung

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist ein großes Vorhaben, das mit viel Vorbereitung und Planung verbunden ist... Schulden und Existenzgründung

Wichtig! Schulderberatung

HLassen Sie sich richtig beraten und prüfen Sie, ob Ihre Schulderberatung über eine Rechtsberatungsbefugnis verfügt.

Themen

RSS News zu Schulden die Hoffnung machenSchuldenselbsthilfe.com
  • Insolvenzantrag

    Welche Folgen hat der Insolvenzantrag?

    Insolvenzbetreuung

    Was sind die Vorteile einer Insolvenzbetreuung?

    Schulden und Heirat

    Was geschieht mit meinen Schulden

    Kündigung

    Darf ich gekündigt werden bei laufendem...

  • SelbstÄndig machen

    Darf ich mich selbstständig machen?

    PKW und Schulden

    Was passiert mit meinem Auto?

    PfÄndung

    Mir ist zuviel gepfändet worden...

    HARTZ IV

    Darf das Amt pfänden?

  • Schulden

    Was heißt Abweisung mangels?

    Beratungshilfe

    Wo kann ich Hilfe beantragen?

    Zahlungsunfähigkeit

    Welche Pflichten habe ich?

    Prozesskostenhilfe

    Wie beantrage ich das?

Wir aktualisieren die Infos in Kürze.

Selbsthilfe

Wir möchten hier ein offenes Selbsthilfe Forum installieren und Sie können sich gerne beteiligen.

Selbsthilfegruppe

Möchten Sie in Ihrer Stadt eine Schulden Selbsthilfegruppe gründen? Wir unterstützen Sie gerne dabei. Schicken Sie uns einfach ein Mail.